CFA: Alma Rosé-Preis für die Erforschung der Geschichte der Verfolgten des Nationalsozialismus und der Geschichte ihrer materiellen Verluste und Entziehungen (Vienna University)

Ausgeschrieben von der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, suchen wir Abschlussarbeiten zur Provenienzforschung bzw. der Verfolgten des Nationalsozialismus und der Geschichte ihrer materiellen Verluste und Entziehungen. 

Der Alma Rosé-Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird jährlich für hervorragende wissenschaftliche Leistungen in der ersten Studienphase (wie Examens-, Diplom- und Masterarbeiten) vergeben. 

Gewürdigt werden akademische Qualifikationsschriften an deutschsprachigen Hochschulen, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, im NS entzogenem Kulturgut sowie den Nachwirkungen beschäftigen (auch Nachkriegsjustiz), und dabei auf die Verfolgungsgeschichte, insbesondere im Hinblick auf die Objekte, den Vermögensentzug und die (privat-)wirtschaftliche Ausplünderung, fokussieren. Erbeten wird eine intensive Auseinandersetzung mit der Perspektive der Opfer in verschiedenen Kontexten (“Arisierung”, “Verwertung”, Restitutions- und Entschädigungsverfahren, symbolische „Wiedergutmachung“), dem Entziehungskontext und dessen Akteuren, und mit der Verlustgeschichte von Objekten.

Es ist insbesondere das Ziel des Preises, die noch junge Teildisziplin der Provenienzforschung, Forschungen zum Vermögensentzug, zur materiellen Kultur in diesem Themenfeld, sowie Entschädigungs- und Restitutionsverfahren an deutschsprachigen Hochschulen zu stärken und eine Anregung für Nachwuchswissenschaftler*innen zu bieten, sich mit diesen Themenfeldern kritisch auseinanderzusetzen und auf diesem Gebiet Grundlagenforschung zu leisten. Die Jury ist interdisziplinär besetzt, um die Perspektive verschiedener Fachdisziplinen einzubringen. 

Es werden pro Jahr bis zu drei Preise vergeben. Dissertationen werden derzeit noch nicht gefördert. Auch innovative Formate wie Podcast, Video oder Visualisierungsformen der digital humanities (z.B. Storymaps) können eingereicht werden, sofern sie an einer deutschsprachigen Hochschule als Abschlussarbeit zugelassen worden sind.

Deadline: 1.8.2026: Bewerbungen (Examensarbeit, Gutachten, Anschreiben) sind zu richten an Sekretariat Prof. Kerstin von Lingen, per E-Mail an: almarosepreis.zeitgeschichte@univie.ac.at

Für weitere Informationen: https://ogz.univie.ac.at/alma-rose-preis/aktuelle-ausschreibung/