CONF: Sammler:innen, Sammlung, Netz. Tagung zu Netzimplikationen von Sammlungspraxis und Sammlungsforschung (Wolfenbüttel, 30 Mar – 1 Apr 2022)


Eine Sammlung trägt Objekte zusammen, verknüpft sie und spiegelt strukturell und funktional die Grundeigenschaft des Netzes. Mit Blick auf die Sammlungspraxis sind allenthalben Vernetzungsgeschehen zu beobachten. Gegenwärtig werden Objekte mit Hilfe moderner Technologien in potentiell unendlichen Geflechten miteinander verbunden – aber auch wieder entbunden. Gilt das auch für (ganze) Sammlungen? Die Tagung will die Akteur:innen des Sammelns, Sammlungen als solche und die Sammlungsforschung mit Bezug auf das Netzmodell und damit vor dem Hintergrund von Vernetzungspraktiken, Datennetzen und netzwerkanalytischen Technologien positionieren. Anhand von zeitgenössischen und historischen Fallstudien sind Sammlungen und ihre Akteur:innen in vernetzten sowie als vernetzte Konstellationen aufzuspüren und nachzuzeichnen. 

Programm

Mittwoch, 30. März 2022

16.00 Uhr Einlass
16.15 Uhr Begrüßung und Eröffnung der Tagung
16.30 Uhr Podiumsdiskussion mit Aline Deicke (Marburg), Fanny Stoye (Waldenburg) und Stefan Laube (Wolfenbüttel, Berlin)
Anschließend Empfang, abhängig von den aktuellen Hygienevorschriften

Donnerstag, 31. März 2022

1. Panel: Vernetzte Sammlungen

09.15–10.45 Uhr
Anja Grebe (Krems): Objekte@Wissen. Die barocke Kunstkammer von Stift Göttweig – Möglichkeiten und Grenzen der Netzwerkforschung
Sarah Wagner, Meike Knittel und Diana Stört (Berlin): Die Berliner Kunstkammer als Wissensgraph – Quellengestützte Erschließung von Sammlungs- und Objektinformationen mit Semantic Web Technologien

Kaffeepause

11.15–12.00 Uhr
Pablo Schneider (Berlin, München): Visuelle Konstellationen – Zur Tafel 72 in Aby Warburgs Mnemosyne-Atlas

Mittagspause

2. Panel: Vernetzte Sammlerinnen und Sammler
14.00–15.30 Uhr
Sebastian Pranghofer (Hannover): Der Nachlass Thomas Eberhard von Iltens (1685–1758) als Netz aus Objekten und Informationen
Marina Beck (Erlangen): Sammeln für das Museum. Die Museumsdirektoren im Deutschen Kaiserreich als Sammler, Auftraggeber und Kuratoren

Kaffeepause

16.00–17.30 Uhr
Stefan Alschner, Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann (Weimar): Goethes Farbenlehre als Netzwerk

3. Panel: Vernetzte Sammlungsforschung
Dominik Bönisch (Aachen): „Training the Archive“ – Von der maschinellen Vernetzung musealer Sammlungsdaten in der Curator’s Machine

Gemeinsames Abendessen, abhängig von den aktuellen Hygienevorschriften

Freitag, 1. April 2022

09.15–10.45 Uhr
Torsten Röder (Halle a.d. Saale) und Jenny Brückner (Dresden): Modellierung einer Sammlungslandschaft am Beispiel Dresdens im 18. Jahrhundert
Anna Jerratsch (Berlin): Ordnungen des Himmels(wissens) – zur digitalen Sammlung und semantischen Vernetzung epistemischer Bilder

Kaffeepause

Anschließend Hackathon in Gruppen

14.30–16.00 Uhr Bilanz Hackathon und Abschlussdiskussion

Die Tagung ist ein Gemeinschaftsprojekt im Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW), Veranstalter und Austragungsort ist die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Die Tagung findet hybrid statt. Interessierte können sich für den Teilnahmelink, der wenige Tage vor der Veranstaltung zur Verfügung stehen wird, per Email unter muenkner@hab.de anmelden.

Kontakt: Jörn Münkner, muenkner@hab.de
vfr.mww-forschung.de/web/netz-und-sammlung/programm.