JOB: Leitung Provenienzforschung, Kunstmuseum Basel

Application deadline: Oct 10, 2019

Die einzigartige Geschichte der Öffentlichen Kunstsammlung Basel sowie die herausragende Qualität und internationale Ausrichtung ihrer Bestände verpflichtet das Kunstmuseum Basel zur Institutionalisierung einer Provenienzforschung, die dieser Bedeutung angemessenen ist. Das Haus sucht daher zum nächstmöglichen Zeitpunkt und zunächst befristet auf die Dauer von drei Jahren eine/n

Leiter/in Provenienzforschung (100%)

Ihre Aufgaben

  • Leitung einer arbeitsteilig organisierten Provenienzforschung am Kunstmuseum Basel nach professionellen Forschungs- und Dokumentationsstandards.
  • Repräsentieren des Museums in provenienzbezogenen Fragen.
  • Selbständiges Erforschen, Erschliessen und Dokumentieren der Provenienzen der Sammlungen des Kunstmuseums Basel.
  • Konzipieren, Durchführen, Betreuen und Koordinieren von Forschungsprojekten.

Unsere Anforderungen

  • Abgeschlossenes Studium der Kunstgeschichte
  • Mindestens zweijährige Berufserfahrung in der Provenienzforschung in einem Museum, einem Archiv oder im Kunsthandel.
  • Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Projekten.
  • Sehr gute mündliche sowie schriftliche Kenntnisse in deutscher, englischer und französischer Sprache.
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeiten sowie sicheres und vermittelndes Auftreten.
  • Sensibilität für die politische und historische Bedeutung der Forschungsarbeit.

Unser Angebot
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, das Profil eines Provenienzforschungsfeldes von nationaler und internationaler Relevanz massgeblich mitzugestalten und das Kunstmuseum Basel auf diesem Feld zu repräsentieren. Die Anstellungsbedingungen entsprechen den kantonalen Richtlinien.

Kontakt
Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Dr. Anita Haldemann, Leiterin Kupferstichkabinett, Tel.:+41 (61) 206 62 74 zur Verfügung.

Bewerbung
Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte elektronisch an pd-personalabteilung@bs.ch oder per Post an Präsidialdepartement, Personalabteilung, Referenz “Leiter/in Provenienzforschung”, Rathaus – Marktplatz 9, CH 4001 Basel

Reference: JOB: Leitung Provenienzforschung, Kunstmuseum Basel. In: ArtHist.net, Sep 16, 2018. <https://arthist.net/archive/18880>.

JOB: Leitung Provenienzforschung, Kunstmuseum Basel

Application deadline: Oct 10, 2019

Die einzigartige Geschichte der Öffentlichen Kunstsammlung Basel sowie die herausragende Qualität und internationale Ausrichtung ihrer Bestände verpflichtet das Kunstmuseum Basel zur Institutionalisierung einer Provenienzforschung, die dieser Bedeutung angemessenen ist. Das Haus sucht daher zum nächstmöglichen Zeitpunkt und zunächst befristet auf die Dauer von drei Jahren eine/n

Leiter/in Provenienzforschung (100%)

Ihre Aufgaben

  • Leitung einer arbeitsteilig organisierten Provenienzforschung am Kunstmuseum Basel nach professionellen Forschungs- und Dokumentationsstandards.
  • Repräsentieren des Museums in provenienzbezogenen Fragen.
  • Selbständiges Erforschen, Erschliessen und Dokumentieren der Provenienzen der Sammlungen des Kunstmuseums Basel.
  • Konzipieren, Durchführen, Betreuen und Koordinieren von Forschungsprojekten.

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Read this: NS-Raubgut in der städtischen Bibliothek Bautzen. Einblicke in die Provenienzforschung vor Ort von Robert Langer

This is an interesting read for anyone interested in the book related provenance research

NS-Raubgut in der städtischen Bibliothek Bautzen.
Einblicke in die Provenienzforschung vor Ort

von Robert Langer

Zum ganzen Text

Die 1596 gegründete Stadtbibliothek Bautzen ist die größte und zweitälteste öffentliche Bibliothek der Lausitz, jener Region, die sich über das südliche Brandenburg, das östliche Sachsen und das westliche Polen erstreckt. Aufgrund ihrer weit zurückreichenden Geschichte gehört sie zu denjenigen kommunal getragenen Bibliotheken, die neben einem auf Aktualität ausgerichteten Ausleihbestand auch einen nennenswerten Altbestand historischer Bücher besitzen. In einem separaten Lesesaal können die Nutzer die Bücher mit Erscheinungsjahren vor 1945 einsehen. Als 2016 ein Forschungsprojekt erstmals nachwies, dass sich darunter auch unrechtmäßig erworbene Bücher befinden, und zwar NS-Raubgut, waren die Bautzener sehr überrascht. Wie kam es hier her? Weshalb konnte es so lange unerkannt bleiben?

department store Tietz in Berlin, Leipziger Straße 46-49, built 1899-1900, destroyed in 1944 (coloured picture postcard) (c) Wikimedia

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CONF: First Conference for Provenance Research, Art and Cultural Property Law (Bonn, 23-24 Oct, 2018)

Tuesday, 23 October 2018, 6:30 p.m.

Inauguration of the Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Professorships
for Provenance Research, Art and Cultural Property Law, University of Bonn

Wednesday, 24 October 2018, 9 a.m. to 3:30 p.m.

First Conference of the Bonn University Research Center
for Provenance Research, Art and Cultural Property Law

Venue (for both events):
Wolfgang-Paul-Saal
Universitätsclub, Konviktstraße 9, D – 53113 Bonn

 Language: German

As of 1 April 2018, the University of Bonn, Germany, established two new chairs, one for Modern Art History (19th  – 21st century) with a special focus on provenance research and collection history. This chair is held by Professor Dr Christoph Zuschlag.
The other chair for civil law, art and cultural property law is held by Professor Dr Matthias Weller, Mag.rer.publ. The Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung supported the establishment of these chairs. In addition, the University of Bonn instituted a Junior Professorship for provenance research in art history, held by Professor Dr. des. Ulrike Saß. These three new chairs will build an interdisciplinary center of competence at the University of Bonn. For those who read German, additional information may be retrieved from the University’s Press Release attached to this email and from this link: https://www.uni-bonn.de/neues/122-2018.

On Wednesday, 24 October 2018, 9 a.m. to 3:30 p.m. the new Research Center for Provenance Research, Art and Cultural Property Law will hold its first conference with three presentations on provenance research in the morning and three presentations on art and cultural property law in the afternoon.

In the morning, inter alia, Professor Dr Gilbert Lupfer, Technical University of Dresden / State Art Collection of Dresden / German Lost Art Foundation will speak on „Entzug von Kunstwerken in SBZ und DDR – eine Aufgabe für die Provenienzforschung in ganz Deutschland?“. In the afternoon, Professor James Bindenagel, Former US Special Embassador, Henry Kissinger Professor and Director of the Center for International Security and Governance at the University of Bonn (in English) on „An Unfinished Story of Artworks Looted during the Holocaust: The Washington Principles on Nazi-confiscated Art at Twenty Years“.

The conference is organised in cooperation with the German Institute of Art and Law. On Wednesday night you will have the chance to visit the Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

Please save the date for these two events. The full program to follow shortly.
Please feel free to register already by email to sekretariat.weller@jura.uni-bonn.de.

Reference: Prof. Dr. Matthias Weller, Mag. rer. publ.

CONF: Nazi-Raubkunst und Restitutionspolitik (Stockholm, 20-21. Sept, 2018)

Nazi-Raubkunst und Restitutionspolitik

Öffentliche internationale Konferenz im Goethe-Institut in Stockholm
am 20. und 21.9.2018.

GOETHE-INSTITUT STOCKHOLM
Bryggargatan 12A
111 21 Stockholm
In Kooperation mit Moderna Museet Stockholm und Judisk kultur i Sverige.

Programme
https://www.goethe.de/resources/files/pdf160/ffentliches-programm.pdf

Das wichtige Thema, wie mit Nazi-Raubkunst in den Beständen der Museen umzugehen ist, beschäftigt die Museumswelt und gewinnt daher mit Recht immer mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Internationale Expertinnen und Experten aus Schweden und Deutschland werden die brennenden Fragen im öffentlichen Austausch diskutieren. Ziel ist, im europäischen Vergleich der Restitutionspolitik die jeweilige Praxis, die Perspektiven, die konkreten aktuellen Herausforderungen sowie die Probleme der Provenienzforschung und Restitution anhand konkreter Beispiele in schwedischen, deutschen und anderen europäischen Museen zu erörtern.

Die vorhandenen Kommissionen in Österreich, Frankreich, Deutschland  und den Niederlanden behandeln die Restitutionsansprüche jeweils auf unterschiedliche Weise. Vor diesem Hintergrund wird die Arbeit der Limbach-Kommission in Deutschland reflektiert.

Über mangelnde Provenienzforschung in schwedischen Museen berichteten in diesem Sommer die Medien mehrfach. Seit vielen Jahren engagiert sich Daniel Birnbaum als Leiter des Moderna Museet dafür, dass das schwedische Kulturministerium eine entsprechende Kommission einsetzt. Es schade dem Ansehen Schwedens, dass sich alle Regierungen seit 1998 geweigert hätten, das Washingtoner Abkommen umzusetzen.

Referenten und Referentinnen:

Dr. Daniel Birnbaum, Leiter des Moderna Museet Stockholm
Dr. Julia Friedrich, Kurator Museum Ludwig Köln
Dr. Christian Fuhrmeister, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Forschungsabteilung, München: What if? Conditions and Requirements of Fundamental Research and Restitution in Europe
Prof. Raphael Gross, Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin: Historische Urteilskraft
Catherine Hickley, Journalistin, Berlin: A comparison of the panels for Nazi-looted art claims in the Netherlands, the U.K., Austria and Germany.
Stefan Koldehoff, Deutschlandfunk Köln
Dr. Julia Voss, Leuphana Universität Lüneburg

 

Book out now: H.C. Löhr, Kunst als Waffe (Reimer Mann Verlag 2018)

Kunst als Waffe – Der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg

Ideologie und Kunstraub im “Dritten Reich”

H.C. Loehr_Kunst als Waffe

Sofort lieferbar. Erschienen August 2018 

Erste Monografie zum Kunstraub des „Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg“

Alfred Rosenberg war einer der größten Kunsträuber aller Zeiten. Der Gefolgsmann von Adolf Hitler ließ während des Zweiten Weltkrieges mit seinen »Einsatzstab« über 21.000 Kunstwerke beschlagnahmen.

Mit den geraubten Kunstwerken plante er ein neues Museum in Berlin. Darüber hinaus raubte der Chefideologe des Nationalsozialismus auch viele Bücher und Akten aus dem Besitz von Juden, Freimaurern und sowjetischen Institutionen. Mit diesem Material wollte er die Gegner des Nationalsozialismus bekämpfen. Es gelang Rosenberg, sich gegen Konkurrenten zu behaupten und bis zum Ende des Dritten Reiches die Kontrolle über die geraubten Objekte zu behalten. Nicht alle wurden nach dem Krieg von der US-Army in den Depots des ERR gefunden – bis heute sind viele verschollen. Das Buch enthält einen Katalog mit bislang unveröffentlichten Fotos einiger dieser Werke, deren Wiederentdeckung dadurch vielleicht eher gelingen kann. Noch während des Krieges hatte Rosenberg durch Tauschgeschäfte in Paris Werke abgegeben. Eines dieser Gemälde fand sich 2012 in der Münchner Kunstsammlung Gurlitt. Dies zeigt, wie dringend und aktuell das Thema Kunstraub bis heute ist.

Der Autor
Hanns Christian Löhr arbeitet als Historiker und freiberuflicher Provenienzforscher in Berlin. Im Gebr. Mann Verlag erschienen von ihm Studien über die Sammlung Göring (»Der eiserne Sammler«) und über Hitlers Museumspläne für die Stadt Linz a. d. Donau (»Das Braune Haus der Kunst«). Der aktuelle Band bildet den Abschluss seiner Trilogie zum deutschen Kunstraub während des Zweiten Weltkrieges.

208 S. m. 20 sw-Abb., 22 x 27 cm, Hardcover
ISBN 978-3-7861-2806-9
49,00 € [D]

Exh: German Sales 1901 – 1929 (Berlin, 5 Sept, 2018)

Kulturforum, Kunstbibliothek
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo 14 – 20 Uhr, Di – Fr 9 – 20 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr

German Sales 1901 – 1929
5. Juli – 5. September 2018

Eine Sonderpräsentation der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin im Rahmen des Forschungsprojekts „Kunst – Auktionen – Provenienzen. Der deutsche Kunsthandel im Spiegel der Auktionskataloge der Jahre 1901 bis 1929“ in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Heidelberg und dem Getty Research Institute, Los Angeles

Kunstversteigerungen etablierten sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Hochwertige Kunstwerke trafen auf internationale Käufer und erzielten Preise, die mit Pariser, Londoner und Amsterdamer Versteigerungsresultaten konkurrieren konnten. In der Sonderpräsentation „German Sales 1901 – 1929“ werden im Foyer der Kunstbibliothek erste Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungs- und Digitalisierungsprojekts „Kunst – Auktionen – Provenienzen. Der deutsche Kunsthandel im Spiegel der Auktionskataloge der Jahre 1901 bis 1929“ vorgestellt.

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